Dankbar sein im Alltag: Das Dankbarkeitstagebuch

Dankbarkeit ist eine der 24 Charakterstärken. Dankbarkeit als Charakterzug bedeutet, dass sich einige Menschen kaum Gedanken darüber machen brauchen, da die Dankbarkeit zu ihrem Leben dazu gehört. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass dankbare Menschen glücklicher sind, als weniger dankbare.

Wie oft waren Sie innerhalb der letzten Woche dankbar?

Wenn Sie sich mit der Antwort schwer tun, es nicht genau wissen und nicht klar sagen können: mindestens einmal pro Tag – dann ist die folgende Übung aus der Positiven Psychologie etwas für Sie:

Das Dankbarkeitstagebuch

Nehmen Sie sich einmal pro Woche ca. 20 Minuten Zeit. Am besten regelmäßig gekoppelt an einen bestimmten Tag und eine bestimmte Zeit, z.B. immer Sonntag Vormittag, um die Übung zur Routine werden zu lassen.
Dann überlegen Sie, wofür Sie innerhalb der letzten Minuten, Stunden, Tage und Wochen dankbar waren. Welche Dinge waren nicht selbstverständlich? Oder vielleicht selbstverständlich und gerade deshalb so wunderbar, weil sie jeden Tag wiederkehren? Die Dinge können sich auf alle Lebensbereiche beziehen. Wir können im Prinzip für alles dankbar sein:

  • auf uns selbst (z.B. dankbar sein dafür, dass Sie ein (kleines) Ziel erreicht haben oder heute selbstbewusst aufgetreten sind…)
  • auf andere Personen (z.B. dankbar sein, dass eine Freundin angerufen hat und sich nach Ihrem Wohlbefinden erkundigt hat oder Ihnen der Arbeitskollege unter die Arme gegriffen hat…)
  • auf die Umgebung (z.B. dankbar sein, dass das Wetter wunderbar war, die Katze heute besonders viele Streicheleinheiten entgegen genommen hat oder der Cappuccino so lecker geschmeckt hat…)

Wir können in verschiedenen Zeitperspektiven dankbar sein:

  • kurzfristig – für Dinge, die uns einmalig passiert sind oder wir einfach im Moment als angenehm empfunden haben (z.B. ein Stück Kuchen, das wir genossen haben oder die Sonnenstrahlen, die uns heute gewärmt haben…)
  • mittelfristig – für Dinge, die in letzter Zeit gut gelaufen sind (z.B. Ziele die wir erreicht haben, Freundschaften, die uns Kraft geben…)
  • langfristig – für Dinge, die in unserem Leben gut gelaufen sind (z.B. für eine glückliche Beziehung, Ihre Kinder oder Ihre Lebenssituation im Allgemeinen…)

Dankbarkeit kann uns sehr viel Kraft und Glück beschweren. Häufig schätzen wir unser Leben oder gewisse Ereignisse darin erst dann, wenn wir es in Gefahr sehen. Wenn jemand Nahestehendes erkrankt ist, wir einen traurigen und berührenden Film gesehen haben oder wir selbst eine schwere Zeit durchmachen mussten. Kennen Sie das Gefühl, wenn Ihnen bewusst wird, was Sie eigentlich alles glücklich macht in Ihrem Leben?

Dieses Gefühl kann Bestandteil Ihres Alltags werden, indem Sie sich regelmäßig die obigen Fragen stellen.

Die Übung lässt sich übrigens gut mit der Übung „Die Drei Schätze“ verbinden.

Probieren Sie es aus!

Denn ein achtsamer und dankbarer Blick auf uns, die Menschen in unserem Leben und auf unsere Umgebung… kann ganz wesentlich zu unserem Glück beitragen.

Die Zufriedenheit ist die Zwillingsschwester der Dankbarkeit.

Ernst Ferstl

Danke, dass Sie den Weg auf meine Homepage gefunden haben.

Ihre

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

wasserfall

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