Fühlen sich glückliche Menschen nie schlecht?

GPS System

Glück ist eine gute Balance zu haben zwischen positiven und negativen Gefühlen. Darüber hinaus brauchen wir Ziele im Leben, die uns begeistern und wir brauchen Menschen um uns, die wir lieben. Eine häufige Annahme ist, dass glückliche Menschen sich nie schlecht fühlen. Doch das ist ein Trugschluss. Denn jedem von uns widerfahren negative Lebensereignisse, die uns an unsere Grenzen bringen. Zentral ist die Frage: wie gehe ich damit um? Jedes Gefühl gib uns wertvolle Informationen darüber, wie es uns geht, was uns gut tut und was uns schadet.

Unser GPS-System

Ein Bild welches ich gerne verwende um die Funktion der Gefühle zu beschreiben ist das eines GPS-Systems. Ein GPS-System hilft uns ein Ziel gut zu erreichen. Es gibt uns Informationen darüber, welches der beste Weg ist und welche Wege wir besser umfahren sollten, wegen Staugefahr zum Beispiel. Genauso ist es auch mit unseren Gefühlen. Positive Gefühle entstehen, wenn wir auf dem richtigen Weg sind. Negative Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer entstehen hingegen dann wenn wir auf dem falschen Weg sind und unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Angst gibt uns beispielsweise einen Hinweis darauf, dass wir in Gefahr sind und auf uns aufpassen müssen. Jedes Gefühl hat eine unter Umständen lebenswichtige Funktion. Und für ein glückliches Leben braucht es beides: sowohl positive als auch negative Gefühle. Wichtig ist die Frage wie ich mit meinen Gefühlen umgehe. Ignoriere ich mein GPS-System und fahre trotzdem in den Stau oder achte ich auf mich und meine Gefühle, indem ich versuche zu verstehen, was in mir vorgeht und was mein Körper mir sagen will. Neben dem konstruktiven Umgang mit meinen negativen Gefühlen ist es darüber hinaus sinnvoll etwas für meine positiven Gefühle zu tun und diese zu fördern.

Daumen hoch

Was kann man tun, um mehr positive Gefühle zu erleben?

Es gibt eine Vielzahl an wissenschaftlich gut untersuchten Übungen, um das Wohlbefinden zu fördern. Eine schöne Übung ist zum Beispiel das Erfolgstagebuch. Überlegen Sie sich hierzu einmal am Tag – vorzugsweise abends die folgenden Fragen:

1. Welche Erfolge haben Sie heute erzielt?

2. Was haben Sie dazu beigetragen, dass es ein Erfolg wurde?

Dabei geht es nicht darum, dass das große Dinge sein müssen, wie eine Beförderung oder sowas. Es geht um ganz kleine Erfolgserlebnisse, wie z.B. dass Sie heute endlich einmal dazu gekommen sind die Blumenzwiebeln in den Garten zu pflanzen. Wohlbefinden entsteht dann, wenn wir unseren Fokus auf die positiven Aspekte in unserem Leben richten – auch und gerade dann, wenn parallel dazu immer auch etwas Negatives im Leben vorhanden ist. Neben dem Erfolgstagebuch gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Glücksrezepten, die dazu beitragen den Fokus zum Positiven zu verändern.

Herzlichst Ihre

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

 

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