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Best Possible Self: Eine Reise in die eigene mögliche Zukunft

Im Alltag denken wir viel darüber nach, was gerade nicht rundläuft. Seltener nehmen wir uns Zeit, uns eine mögliche gute Zukunft konkret vorzustellen. Genau dazu lädt die Übung Best Possible Self ein.

Ursprung und Idee

Best Possible Self ist eine bekannte Schreibübung aus der Positiven Psychologie. Die Grundidee: sich vorzustellen, dass sich in verschiedenen Lebensbereichen wichtige Dinge möglichst gut entwickelt haben – und dieses Bild in Worte zu fassen.

Best Possible Self ist keine Manifestationsmethode. Es geht nicht darum, sich etwas „herbeizudenken“, sondern darum, eigene Werte, Wünsche und Ziele klarer zu sehen und daraus konkrete, realistische Schritte abzuleiten.

Die Übung

Stellen Sie sich vor, einige Zeit ist vergangen und wichtige Dinge in Ihrem Leben haben sich möglichst gut entwickelt. Beschreiben Sie so konkret wie möglich:

  • Was ist entstanden?
  • Was tun Sie?
  • Was ist Ihnen wichtig?
  • Welche Beziehungen spielen eine Rolle?
  • Welche Eigenschaften und Stärken setzen Sie ein?

Planen Sie dafür etwa 20–30 Minuten ungestörte Schreibzeit ein und schreiben Sie frei – es muss nicht schön formuliert sein. Als Zeithorizont eignet sich zum Beispiel: in einem Jahr. Die Übung lässt sich alle paar Wochen wiederholen, auch fokussiert auf einzelne Lebensbereiche.

Video: Melanie erklärt die Übung

Videovorschau: Best Possible Self – Videoanleitung

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen; dabei können Daten an YouTube übertragen werden. Details in der Datenschutzerklärung.

Werte, Wünsche und Orientierung

Oft zeigt sich beim Schreiben, was einem wirklich wichtig ist. Die gewünschte Zukunft ist dabei weniger eine Vorhersage als ein Spiegel der eigenen Werte. Für viele Menschen entsteht so etwas mehr Orientierung – und manchmal auch Hoffnung, verstanden als die Zuversicht, dass sich Dinge gestalten lassen. Studien zu dieser Übung deuten auf günstige Effekte auf Optimismus und Zuversicht hin.

Hindernisse realistisch betrachten

Zu einem ehrlichen Zukunftsbild gehört auch, mögliche Hindernisse mitzudenken: Was könnte im Weg stehen? Was liegt außerhalb meiner Kontrolle? Diese realistische Sicht macht die Übung tragfähiger, als reines Wunschdenken es wäre.

Vom Wunschbild zur Handlung

Der vielleicht wichtigste Schritt kommt zum Schluss:

Welche kleinen Schritte davon liegen bereits heute in Ihrem Einflussbereich?

So wird aus einem Bild eine Richtung – und aus einer Richtung ein erster konkreter Schritt.

Diese Übung ist ein Impuls zur Selbstreflexion. Sie ist kein Versprechen und keine Behandlung – wenn Sie sich über längere Zeit belastet fühlen, ist professionelle Unterstützung der bessere Weg.

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