Viele Menschen jagen von einem Ziel zum nächsten – und vergessen dabei, innezuhalten und zu würdigen, was schon gelungen ist. Dabei trägt gerade das Wahrnehmen von Erfolgen zu Motivation und Wohlbefinden bei: Es stärkt das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit.
Die Übung: What went well?
- Erinnern Sie sich regelmäßig – zum Beispiel jeden Abend – an bis zu drei Dinge, die gut gelaufen sind: Was lief heute gut?
- Überlegen Sie im zweiten Schritt: Was habe ich dazu beigetragen?
- Beziehen Sie Ihre Stärken ein: Welche Charakterstärken haben Sie eingesetzt? Und wo hat vielleicht auch die Unterstützung anderer zum Gelingen beigetragen?
Erfolge müssen dabei nichts Großes sein. Ein klärendes Gespräch, eine erledigte unangenehme Aufgabe, ein gelungenes Essen – alles zählt, womit Sie zufrieden sind. Hilfreich ist ein kleines Ritual: die Übung ans Zähneputzen koppeln oder ein Notizbuch aufs Nachtkästchen legen.
Erfolge auch feiern
Ergänzend lohnt der Blick zurück in größeren Abständen: Was habe ich in den letzten Monaten und Jahren geschafft, durchgestanden, bewältigt? Wer sich Fortschritte bewusst macht – und sich auch einmal selbst anerkennend „auf die Schulter klopft“ – nährt Motivation und Selbstvertrauen. Glück entsteht nicht nur durch das Erreichen von Zielen, sondern auch durch das Wertschätzen des Erreichten.
Eine schöne Einmal-Übung dazu: Nehmen Sie sich etwa 30 Minuten Zeit und notieren Sie die zehn größten Erfolge Ihres Lebens – und was Sie selbst dazu beigetragen haben. Die Liste lässt sich über die Jahre fortschreiben.
Die Übung ist eng verwandt mit dem Positiven Tagesrückblick – dort liegt der Fokus auf schönen Momenten, hier auf Gelungenem – und besonders auf den Stärken, die Sie dabei eingesetzt haben. Probieren Sie aus, welche Variante besser zu Ihnen passt.