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Dankbarkeit: Das Dankbarkeitstagebuch

Dankbarkeit gehört zu den 24 Charakterstärken – und sie zählt zu den am besten untersuchten Themen der Positiven Psychologie. Studien zeigen: Menschen, die Dankbarkeit häufiger erleben, berichten im Durchschnitt über mehr Wohlbefinden. Das heißt nicht, dass Dankbarkeit alles löst – aber sie ist eine Zutat, die sich gezielt üben lässt.

Das Dankbarkeitstagebuch

Die bekannteste Übung dazu ist das Dankbarkeitstagebuch:

  1. Nehmen Sie sich etwa einmal pro Woche rund 15–20 Minuten Zeit – am besten regelmäßig zum gleichen Zeitpunkt, etwa am Sonntagvormittag.
  2. Überlegen Sie: Wofür war ich in den letzten Tagen dankbar? Was war nicht selbstverständlich – oder gerade deshalb wertvoll, weil es jeden Tag wiederkehrt?
  3. Notieren Sie die Dinge möglichst konkret. Sie dürfen aus allen Lebensbereichen stammen: Menschen, Begegnungen, Gesundheit, Natur, kleine Momente.

Der klassische Rhythmus ist bewusst einmal pro Woche: Das hält die Übung frisch und verhindert, dass sie sich abnutzt. Wer mag, kombiniert sie mit dem täglichen Positiven Tagesrückblick – die beiden Übungen ergänzen einander gut.

Warum wirkt das?

Dankbarkeit lenkt die Aufmerksamkeit auf das, was da ist – statt auf das, was fehlt. Damit ergänzt sie die natürliche Tendenz unseres Gehirns, sich vor allem mit Problemen zu beschäftigen. Forschung zu Dankbarkeitsübungen deutet auf günstige Effekte für das subjektive Wohlbefinden hin; wie stark sie ausfallen, unterscheidet sich von Person zu Person.

Dankbarkeit bedeutet nicht, sich alles schönzureden oder für Belastendes „dankbar sein zu müssen“. Es geht um einen ehrlichen Blick auf das, was neben allem Schwierigen auch noch da ist.

Verwandte Übungen

Wer den Blick auf Gelungenes richten möchte, kann zusätzlich das Erfolgstagebuch ausprobieren.

Forschung dazu u. a.: Emmons & McCullough (2003).

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