An was denken Sie unter der Dusche?

Duschender Vogel

Diese Frage warf Christopher Peterson in seinem Buch „Pursuing the Good Life“ (2013) auf. Ich möchte die Frage erweitern:

An was denken Sie unter der Dusche, in der Badewanne, beim Kochen, beim Blumen pflanzen – in allen Situationen – in denen Ihre Gedanken frei umher wandern (könnten)?

Viele von uns denken daran, was sie heute noch erledigen müssen, was sie heute im Job noch erwarten könnte, dass die Wohnung noch aufgeräumt, die Hausaufgaben der Kinder gesichtet oder das Haustier zum Tierarzt gebracht werden muss. Oder aber daran, was heute der Chef bemängelt hat, was der Steuerberater wieder alles benötigte oder wie die Freundin das gemeinsame Treffen verschwitzt hat.

Provokativ gefragt: Wer möchte denn schon mit den Hausaufgaben seiner Kinder oder der gedanklichen Steuererklärung (symbolisch gesehen) die Dusche teilen?

Aus den obigen Beispielen lassen sich einige Denkmuster identifizieren:

  1. Grübeln:  In Situationen, in denen unser Gehirn nicht fokussiert ist und nicht unsere volle Aufmerksamkeit benötigt, grübeln viele von uns häufig über negative Dinge nach, machen uns Sorgen, planen voraus, um Stress zu vermeiden oder verarbeiten die aufregenden Erlebnisse des Tages.
  2. Pessimismus: Wenn wir also gerade unter der Dusche stehen und vor uns hin grübeln, kann es passieren, dass wir uns bei negativen Zukunftsgedanken ertappen. Sorgen, Unsicherheit und Ängste sind Emotionen, die häufig entstehen, wenn wir uns Negatives in der Zukunft erwarten. Einmal angefangen beginnt eine Abwärtsspirale, durch welche wir mühelos unsere Stimmung von hellgrau in dunkelschwarz verwandeln können.
  3. Zweifeln: Eine andere Möglichkeit, wenn wir nicht gerade an die Zukunft denken, sind Gedanken an Dinge, welche bereits geschehen sind. Dabei kann es vorkommen, dass wir hin und her überlegen, ob wir auch richtig gehandelt haben, uns richtig entschieden, auch nichts vergessen haben usw.

Vielleicht kennen Sie auch die ein oder andere Situation, in welcher Sie aus der Dusche steigen und dabei in Gedanken schon im Büro sitzen und die to do Liste abarbeiten, Sie vergessen das Essen im Topf umzurühren, weil Sie in Gedanken ganz wo anders sind oder Sie ganz überrascht sind, wie lange Sie schon vor sich hin gestarrt haben, anstatt die Tulpen einzupflanzen…

Es ist ganz normal, dass unser Hirn immer etwas zu tun braucht. Und wenn wir das nicht aktiv steuern, kann es im Alltag häufig einmal passieren, dass der eine oder andere negative Denkmechanismus einsetzt.

Dafür gibt es zwei bezaubernde Lösungen aus der Positiven Psychologie:

Variante A: Geben Sie Ihrem Hirn positive Aufgaben, mit denen es sich auseinandersetzen kann. Z.B. denken Sie daran, was heute schön war oder auf was Sie sich in nächster Zeit freuen. Diese Variante ist für diejenigen unter Ihnen geeignet, die das Gefühl haben eine konkrete Aufgabe, ein bestimmtes Ziel vor Augen haben zu wollen.

Variante B: Leben Sie den Moment, spüren Sie mit allen Sinnen, was Sie gerade tun: Nehmen Sie die Wärme des Wassers wahr, die angenehmen Tropfen, welche Ihnen beim Duschen den Rücken massieren, riechen Sie den Badeschaum oder die Gewürze, mit denen Sie Ihr Essen verfeinert haben und hören Sie das Zwitschern der Vögel, während Sie der Gartenarbeit nachgehen…
Diese Fähigkeit des konzentrierten Fokussierens unserer Aufmerksamkeit lässt sich erlernen und trainieren, auch für diejenigen, die sonst nur Variante A gewöhnt sind.

Wenn Sie sich des Öfteren nebenbei beim Grübeln, Abwägen oder Sorgen machen ertappen, kann es hilfreich sein, sich (bei Bedarf regelmäßig) ein Zeitfenster zu schaffen, in welchem dann „Grübelzeit“ ist. In dieser Zeit können Sie die ganzen offenen Punkte durchdenken und für sich ordnen. Wichtig dabei sind vor allem folgende zwei Dinge:

  1. Machen Sie das nicht abends vor dem Einschlafen, sondern tagsüber, wie Ihre anderen Termine. Vor dem Einschlafen empfiehlt sich der Positive Tagesrückblick.
  2. Beenden Sie die „Grübelzeit“ nach einer vorgegebenen Zeitspanne (z.B. nach 20-30 Minuten). Wenn Sie sich danach weiterhin beim gelegentlichen Grübeln ertappen, bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit freundlich wieder zurück auf den Moment oder geben Sie Ihrem Hirn eine positive Aufgabe.

Mädchen am See

Dieses „Glücksrezept“ hat einmal ein Zen-Mönch auf den Punkt gebracht, als er gefragt wurde, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen so glücklich sein könne.

Er sagte:
„Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich …“
Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
„Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?“
Er sagte wiederum:
„Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich … “
Wieder sagten die Leute:
„Aber das tun wir doch auch!“
Er aber sagte zu ihnen:
„Nein –
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“

Diese Haltung, welche unter dem Begriff Achtsamkeit bekannt ist, ist jedem von uns möglich. Man kann sie im Lauf eines stressigen Alltags verlernen – aber sie auch genauso wieder erlernen!

Herzlichst Ihre

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Die 5 Glücks-Stärken

Innerhalb der 24 Charakterstärken gibt es 5 Stärken, die ganz besonders mit Glück assoziiert sind. Viele verschiedene Studien haben diese so genannten „happiness-strengths“ (Glücks-Stärken) in den verschiedensten Altersstufen, Berufsgruppen und Nationen gefunden. Auch in meiner Doktorarbeit habe ich diese 5 Stärken bei MedizinerInnen als die am höchsten mit Glück korrelierten Stärken bestätigen können.

Die Glücks-Stärken sind:

  • Begeisterungsfähigkeit
  • Optimismus
  • Dankbarkeit
  • Interesse
  • Liebe/Bindungsfähigkeit

Ist eine der Stärken unter Ihren Signaturstärken, also den Stärken, die sie ganz besonders ausmachen, Ihnen Energie geben, Freude machen und Ihnen Kraft geben?

Das VIA Institut hat eine Vielzahl an Menschen zu ihren Signaturstärken befragt. Dabei haben sie herausgefunden, dass über 75% der Menschen mindestens eine der 5 Glücks-Stärken unter ihren Top 5 Stärken hat.

CharakterstärkenCharakterstärken

Stärken stärken

Vielfach konnte gezeigt werden, dass Charakterstärken gefördert und gestärkt werden können (z.B. Studien über die Wirksamkeit von Stärken-Interventionen von Gander et al., 2012; Proyer et al., 2012).
Vielleicht haben Sie Lust die eine oder andere Stärke bei sich auszubauen und damit gleichzeitig etwas für Ihr Wohlbefinden zu tun?

Dann finden Sie im Anschluss ein paar praktische Tipps:

Begeisterungsfähigkeit stärken
Überlegen Sie sich, was Sie besonders interessiert, reizt und was Sie schon lange einmal angehen wollten. Nehmen Sie sich jeden Tag ein kleines Zeitfenster, in dem Sie an das, was Sie begeistert denken. Malen Sie sich Ihre Visionen auf, entwickeln Sie Pläne und konkrete Ideen, sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Sie werden sehen, dass Ihre Begeisterung wachsen wird, Sie andere damit anstecken und Sie letztendlich gar nicht mehr umhin kommen, als auch etwas von Ihrem Traum zu realisieren.
Enthusiasmus lässt sich übrigens auch sehr gut durch körperliche Bewegung verstärken. Alles was Sie dafür brauchen sind regelmäßig ca. 30 Minuten, in denen Sie sich sportlich betätigen. Egal ob am Inn entlang radln, die Nordkette besteigen, oder schwimmen zu gehen… Suchen Sie sich einfach das aus, was Ihnen am meisten zusagt und sie am meisten begeistert. In der Folge werden Sie sich nicht nur lebhafter und vitaler fühlen, sondern gleichzeitig auch körperlich fitter sein.

Optimismus stärken
Die Übung „best possible self“ ist eine tolle Möglichkeit, um Optimismus längerfristig zu verstärken. In dieser Übung überlegen Sie sich möglichst konkret, was Sie erreichen möchten, was Ihre Träume und Visionen sind und wo Sie sich konkret in z.B. einem halben Jahr sehen, wenn alles bestmöglichst verlaufen ist. Am wirksamsten ist es, wenn Sie diese Überlegungen zu Papier bringen.
Wie die Übung im Detail geht und was Zuversicht bewirkt, erfahren Sie im Glücksrezept „Zuversichtlich sein“.

Dankbar sein
Dankbarkeit lässt uns mit anderen Menschen verbinden, lässt uns gut fühlen in Bezug auf die Vergangenheit sowie im Hier und Jetzt und lässt uns mit Optimismus in die Zukunft schauen.
Eine tolle Möglichkeit, um dankbarer zu werden ist das Dankbarkeitstagebuch. Hierfür nimmt man sich einmal die Woche Zeit, um aufzuschreiben, für welche Dinge man dankbar ist. Das lässt sich am besten umsetzen, wenn man sich jede Woche auf einen anderen Lebensbereich fokussiert. Also z.B. einmal in Bezug auf die Freunde, einmal für den Job, das Hobby…
Details zur Übung finden Sie im Glücksrezept „Dankbar sein“.

Interesse fördern
Neugierig und offen für Neues zu sein ermöglicht es uns aus unserem Alltag hinaus zu treten, um neue und spannende Erfahrungen zu machen. Wir entdecken Neues in unser Umwelt, an anderen Menschen und an uns selbst. Das wiederum lässt uns persönlich wachsen und macht uns glücklicher.
Eine Möglichkeit, um Neugier zu fördern ist sich eine Alltagsaktivität zu suchen, die Sie nicht so gerne mögen. Z.B. Geschirr abspülen, Socken zusammenlegen oder Bügeln. Beim nächsten Mal, wenn Sie diese Tätigkeit ausüben, konzentrieren Sie sich auf drei neue oder unerwartete Aspekte in dieser Situation. Beim Bügeln wäre das z.B. das Gewicht des Bügeleisens, die Leichtigkeit mit der es über die Hemden gleitet und der Geruch der frisch gewaschenen Wäsche. Beim Abspülen könnte es der Duft der Seife, die Wärme des Wassers oder die glatte Oberfläche der Töpfe sein. Nebenbei sind Sie auch noch achtsam im Hier und Jetzt, was sehr effizient bei der Stressbewältigung hilft. Probieren Sie es aus!

Liebe
Liebe gibt uns Kraft und verstärkt das Geben und Empfangen von Wärme und Nähe zu anderen. Das ist die Basis für unser Wohlbefinden, Gesundheit und für positive Beziehungen.
Eine Möglichkeit, um Liebe vermehrt in den Fokus zu bringen ist es, sich hinzusetzen und einen „Liebesbrief“ zu schreiben. Egal ob an jemanden, den man mag (eine gute Freundin, der Partner) oder an sich selbst. Schreiben Sie alle Dinge auf, die sie schätzen, Eigenschaften die sie toll finden, Erlebnisse an die Sie gerne zurückdenken… Und egal ob Sie den Brief abschicken oder nicht, seien Sie sich sicher, dass er etwas zum Positiven verändert.

Zusammenfassung

Stärken sind eine tolle Möglichkeit aktiv etwas für unser Glück zu tun. Und genauso wie sich das Glücklichsein lernen lässt, lassen sich auch die Stärken stärken. Probieren Sie eine der Übungen aus und beobachten Sie, was sich dadurch verändert. Lassen Sie mich teilhaben, was Sie bei sich und anderen beobachtet haben, was Sie ausprobiert haben oder ob Ihnen noch weitere Möglichkeiten eingefallen sind, um die Glücks-Stärken zu fördern.
Schreiben Sie einfach einen Kommentar oder gerne auch eine persönliche Nachricht.

Herzlichst Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

 

Besonders statt anders: Gemeinsamkeiten finden

Drei Welpen, wobei sich einer farblich von den anderen abhebt, was ihn einzigartig und besonders macht.

Sich zugehörig fühlen ist ein wesentlicher Glücksfaktor. Sei es in der Klassengemeinschaft, im Sportclub oder im Job. Fühlen wir uns zugehörig, fühlen wir uns automatisch wohler, als wenn wir das Gefühl haben, dass wir anders sind, nicht wirklich dazu passen, uns unterscheiden.

Auf dem obigen Bild sehen Sie drei Hundewelpen. Es sind Geschwister. Der rechte von ihnen (er heißt „Happy“) unterscheidet sich farblich von den beiden anderen. Er hat ein weißes Fell, eine helle Nase und ist kleiner als seine Geschwister. Er hat nun zwei Möglichkeiten, wie er sich und die anderen betrachtet:

I) Happy ist anders. Er hat das Gefühl er kann den anderen nicht das Wasser reichen. Wenn er sich mit ihnen vergleicht, schneidet er immer schlechter ab. Er läuft langsamer, er wird schneller müde und er bekommt weniger zu fressen, als die anderen. Auch seine Eltern und seine Freunde haben dunkles Fell. Er ist der einzige, der aus der Reihe fällt. Der kleine Welpe wird ganz traurig, wenn er daran denkt. Er denkt dann auch, dass ihn die anderen Hunde nicht mögen, ihn ausgrenzen und nicht auf die Jagd mitnehmen. Und tatsächlich, häufig erfüllen sich die Erwartungen und keiner fragt ihn, ob er nicht mitkommen möchte. Deshalb hat er sich mittlerweile sehr zurückgezogen, um die Zurückweisungen zu vermeiden.

Der kleine Happy könnte es aber auch anders betrachten:

II) Happy ist besonders. Er hat ein wunderschönes weißes Fell und ist viel wendiger als seine Geschwister. Genauso wie seine Eltern, Geschwister und Freunde hat er vier Pfoten, ein weiches Fell, kann gut hören und riechen und frisst am liebsten rohes Fleisch. Wenn sie gemeinsam auf der Jagd sind, fliegen die Ohren, der Wind streift durchs Fell, der Schnee oder Sand knirscht unter den Pfoten und auch die Vorfreude ist allen gemeinsam. Wenn Happy daran denkt fühlt er sich gut. Er spürt, dass er trotz seiner Einzigartigkeit mit dazu gehört. Wenn die anderen eine Jagd planen, schließt er sich freudig an. Manchmal schlägt er auch selbst etwas vor und macht den anderen damit eine Freude.

Hund blickt aufs Meer

Wie wir uns und die anderen betrachten – ob wir den Fokus auf Gemeinsamkeiten oder auf Unterschiede legen – liegt ganz bei uns.

Jeder von uns ist einzigartig, besonders und unterscheidet sich damit auf positive Weise. Aber wir alle haben unendlich viel gemeinsam. Wir alle brauchen andere Menschen, Nähe, Geborgenheit, Sicherheit und jemanden zum Reden, in guten wie in weniger guten Zeiten.

Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Das universelle Glücksrezept: Was uns glücklich macht

Das universelle Gluecksrezept

Die Wissenschaft beforscht seit vielen Jahren verschiedene Glücksfaktoren. Dabei haben sich einige Dinge herauskristallisiert, die ganz besonders bedeutsam sind.
Auch wenn das Glückserleben individuell ist, haben sich einige Kernzutaten finden lassen, aus welchen sich eine leckere Glücksmahlzeit zubereiten lässt:

Die Hauptzutaten

  1. Investieren Sie in Beziehungen: Einige gute und zuverlässige Freundschaften, die uns Halt bieten in schwierigen Lebenssituationen, sind der Hauptbestandteil des Rezepts. Eine stabile Liebesbeziehung versüßt den Geschmack noch um eine ganz besondere Note. Wenn dies nicht der Fall ist, intensivieren Sie den Glücksgeschmack noch weiter, indem Sie noch mehr in Ihre Freundschaften investieren.
  2. Nutzen Sie Ihre Stärken und Fähigkeiten: Fügen Sie dem Rezept einen Job oder Hobbys hinzu, in welchen Sie Ihre Fähigkeiten und Stärken einsetzen können und die Sie regelmäßig Flow erleben lassen.
  3. Ausreichend Geld: Genügend Geld um sich seine Grundbedürfnisse erfüllen zu können und sich ab und zu einige Extras (z.B. Urlaub) gönnen zu können, macht ebenfalls glücklich. Wichtig: Mehr Geld führt nicht zu mehr Glück!
  4. Achten Sie auf das Positive und seien Sie dankbar: Ein positiver Fokus, (mindestens drei) angenehme Erinnerungen im (positiven) Tagesrückblick und Dankbarkeit unterscheidet glückliche Menschen von weniger glücklichen Menschen.
  5. Investieren Sie in Ihre Gesundheit: Bewegen Sie sich täglich, schlafen Sie ausreichend, Essen Sie bewusst (und gesund) und Lachen Sie!

Fügen Sie der Mischung  mehr gute als unangenehme Gefühle (Verhältnis mind. 3:1), eine Prise Neugier, ein bis zwei konkrete Ziele sowie Ihre Lieblingsgewürze nach Belieben hinzu.

Und ganz wichtig: Nehmen Sie sich Zeit zu kochen!

Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Das universelle Gluecksrezept

Wie jedem Tag ein (Weihnachts-) Zauber innewohnen kann

Der Duft frisch gebrannter Mandeln und heißen Glühweins liegt in der Luft. Wir freuen uns darauf, gemeinsam Zeit mit unseren Lieben zu verbringen, in den vertrauten Kreis der Familie zurück zu kehren, oder einfach in Ruhe Zeit für uns selbst zu haben. Wir können ohne schlechtes Gewissen gut essen, uns etwas gönnen und genießen…

Aus positiv psychologischer Sicht hat Weihnachten das Potenzial zum perfekten Genusstag, da es Unmengen an Chancen zum achtsamen und bewussten Genießen bietet.

Was die Weihnachtszeit so einzigartig macht:

  1. Wenn Weihnachten vor der Tür steht, ist für uns alle klar: Dafür nehmen wir uns Zeit. Zeit zu feiern, Zeit für unsere Lieben, Zeit für gutes Essen, Zeit für Geschenke (finden, geben und annehmen), Zeit für Entspannung und Zeit zum Genießen.
  2. Stellen Sie sich vor, Sie gehen über den Christkindlmarkt. Sie nehmen die verschiedensten Gerüche war, von welchen der eine oder andere Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Ihre Wahrnehmung ist breit, sie möchten so viele Eindrücke wie möglich sammeln. Die Holzfiguren auf der rechten Seite, die bunten Mützen auf der linken und die kandierten Früchte schräg vor Ihnen. Sie spüren die Wärme, die vom Maroni-Ofen ausgeht, Sie hören die Geräusche der Menschen um Sie herum und Sie spüren wie die Kälte um sie herum im Kontrast zu der warmen Glühweintasse in Ihren Händen steht.
  3. Viele von uns möchten Weihnachten oder die darauf folgenden Feiertage mit Familie, Freunden und nahestehenden Personen verbringen. Häufig ist es so, dass die Vorweihnachtszeit eher stressig ist, wir noch in diesem Jahr die angefangenen Dinge beenden möchten. Nebenbei wollen wir noch die richtigen Geschenke finden, das Weihnachtsessen zusammenstellen und die Weihnachtsdekoration anbringen. Das führt häufig dazu, dass wir in dieser Zeit eher weniger (oder weniger bewusste) Zeit für unsere Lieben haben. Dafür ist es dann an Weihnachten umso schöner. Alle kommen zusammen, der Baum duftet, die Kerzen brennen, die Vorfreude auf Essen und Geschenke ist groß und wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit. Egal ob klein oder groß – die Augen leuchten beim Auspacken der Geschenke und die Stimmung ist festlich.
  4. Wann, wenn nicht sich an Weihnachten etwas gönnen? An Weihnachten, beschließen wir, da schauen wir einmal nicht so aufs Geld. Wir machen die beste Flasche Wein auf, die wir haben, kochen etwas, das wir in der Regel nicht jeden Tag auf dem Tisch haben, verfeinern es, dekorieren und dann genießen wir jeden Bissen. Die Vorfreude ist oft schon Tage im Voraus spürbar und nimmt dann Ihren Höhepunkt kurz vor der Bescherung. Wir gönnen uns Gutes, wir genießen, wir freuen uns (miteinander), und wir sagen Danke.
  5. Der Weihnachtsbaum, die Deko, das gute Essen, der Ort, an dem wir feiern, der mögliche Kirch- oder Spaziergang, der sich jährlich wiederholende Fernsehfilm… all das sind Teile eines großen Rituals, welches bei vielen von uns einen großen Teil des Weihnachtszaubers ausmacht.

Was wir daraus lernen können:

  1. Zeit nehmen
    Auch außerhalb der Weihnachtszeit ist es eine wichtige Quelle von Wohlbefinden, wenn wir dem Alltag für einige Stunden oder Momente verlassen, indem wir uns Freiräume schaffen. Wenn wir möglichen Stress beiseite stellen und uns Zeit nehmen für uns selbst, unsere Familie, Freunde und Hobbys. Das ist die Voraussetzung dafür, um Glück überhaupt erst wahrnehmen zu können.
  2. Wahrnehmen und Genießen
    Wer kennt es nicht, wir eilen durch die Stadt z.B. auf dem Weg zu einem Termin oder auf dem Weg in die Arbeit. In diesem Moment ist unsere Wahrnehmung eingeschränkt, wir nehmen nur einen kleinen Ausschnitt von dem war, was um uns herum passiert. Möglicherweise läuft ein Bekannter an uns vorbei, doch wir nehmen ihn erst war, als er uns anspricht.
    Doch gerade im Alltag, in unseren täglichen Aktivitäten bietet das achtsame Wahrnehmen ein enormes Potenzial für unser Glück. Wenn wir hin und wieder einen bewussten Atemzug nehmen, den Blick etwas breiter werden lassen, die schönen Dinge um uns herum wahrnehmen und auf uns wirken lassen – dann trägt das sehr zu unserem Glückserleben bei. Der Knackpunkt liegt neben dem Wahrnehmen auch im Genießen. Die Forschung zeigt, dass es zu deutlich mehr Wohlbefinden führt, wenn wir uns nach dem bewussten Erleben noch zusätzlich Zeit nehmen, um uns unsere Erlebnisse und Eindrücke sowie die dabei entstandenen Gefühle und Gedanken noch einmal bewusst zu machen, sie wert zu schätzen und nochmals zu durchleben.
    Zum Genießen gibt es ein konkretes Glücksrezept: Genuss-Glücksrezept.
  3. Verbunden sein
    Nirgends ist sich die Forschung so einig, wie bei der Bedeutung von positiven Beziehungen auf unser Wohlbefinden. Ein großer Bestandteil, der den Weihnachtszauber ausmacht, ist das Zugegensein anderer Menschen, das gemeinsame Lachen, die gemeinsamen Gespräche und die gemeinsame Zeit. Wir alle streben nach Geborgenheit, nach Gemeinsamkeiten und nach dem Gefühl sozial eingebunden zu sein. Sich im Alltag immer wieder Freiräume zu schaffen, in welchen andere uns wichtige Personen Platz finden, ist mit der bedeutendste Faktor für unser persönliches Glück.
    Glücksrezept-Freundschaften pflegen.
  4. Dankbarkeit
    Gerade im Weihnachtskontext ist Dankbarkeit etwas, das Viele von uns kennen. Dankbarkeit kann auf Einzelpersonen bezogen sein, da sie sich für uns Zeit genommen haben oder uns eine Freude bereitet haben. Dankbarkeit kann sich aber auch auf größere Dinge beziehen, wie z.B. gesund zu sein, nahestehende Menschen oder einen Job zu haben.
    Dankbar zu sein, die positiven Dinge wahrzunehmen und zu schätzen, führt dazu, dass wir uns glücklicher fühlen.
    Glücksrezept zur Dankbarkeit.
  5. Positive Rituale
    Rituale müssen nicht nur auf Weihnachten, Silvester oder Geburtstage beschränkt sein. Kleine angenehme Gewohnheiten sind insbesondere im Alltag eine Quelle von guten Gefühlen. Rituale geben uns Sicherheit, sind uns vertraut, lassen uns in den Flow gehen und führen dazu, dass wir uns gut fühlen. Wichtige Rahmenbedingungen für Rituale sind der immer gleiche Ablauf, möglichst die gleiche Zeit/ der gleiche Tag und das Vorhandenseins eines Symbol, welches das Ritual für uns verkörpert.
    Ein schönes Ritual für den Abend – welches nebenbei noch Schlafstörungen vorbeugt – finden Sie hier: Die-Drei-Schätze

Weihnachten ist für uns alle mit Gefühlen, Bildern und Erinnerungen verknüpft. Sofern diese angenehm sind, können sie uns daran erinnern, wie wir den Zauber, welchen Weihnachten innehat, auch über das ganze Jahr hinweg immer wieder in unser Leben mit einfließen lassen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein glückliches und verzaubertes neues Jahr!

Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Emotionale Intelligenz

Die Emotionale Intelligenz (EI) beschreibt die Wahrnehmung, das Verstehen und die Beeinflussung von eigenen Gefühlen und Gefühlen des Gegenübers (vgl. Mayer & Salovey). Dabei handelt es sich nicht um ein Gegenstück zur klassischen Intelligenz, sondern vielmehr um eine Erweiterung desselben um eine andere Qualität. Die EI hängt mit der Selbst- und Emotionsregulation zusammen. Emotional intelligente Menschen sind u.a. psychisch gesünder, zufriedener in ihrem Job, leistungsbereiter, stressresistenter und haben eine bessere Beziehungsqualität.

Die EI umfasst folgende Fähigkeiten (Goleman, 1996; Mayer & Salovey, 1997):

  1. Emotionen wahrnehmen, erkennen und benennen.
    Das umfasst das Erkennen, Benennen und gleichzeitig auch das Akzeptieren von Emotionen bei sich selbst und bei anderen. Dieser Aspekt ist vom Konzept der Achtsamkeit geprägt: Es geht nicht um das Bewerten oder Vermeiden von Gefühlen. Auf dieser Stufe geht es darum, sich in sich hinein fühlen zu können und zu spüren, was in uns vorgeht. Dabei ist es egal ob es sich um positive oder negative Emotionen handelt – alle 7 Grundemotionen sind hierbei relevant.emotions-0exifDie 7 Grundemotionen nach Paul Ekman sind: Freude, Angst, Wut, Trauer, Überraschung, Ekel und Verachtung.
  2. Emotionen verstehen.
    Bei dieser Fähigkeit geht es darum, grundlegende Zusammenhänge und emotionale Muster zu verstehen. Also ein gewisses „Emotionswissen“ zu entwickeln und zu erkennen, welche Umstände und Situationen zu welchen Gefühlen führen.
  3. Emotionen regulieren.
    Das umfasst die Selbstregulation von Gefühlen, sodass sie für die jeweilige Situation passend sind. In diesem Bereich liegen Fähigkeiten der Selbstberuhigung, der Unterbrechung von automatischen Gedanken- oder Gefühlsmustern (Teufelskreise) und die Verstärkung von positiven Emotionen. Diese Fähigkeiten sind eine große Ressource insbesondere in Bezug auf die Stressregulation und fördern das persönliche Wachstum.
  4. Emotionen gezielt steuern und nutzen.
    Diese Fähigkeit umfasst das Beeinflussen unserer Gefühle, sodass sie uns helfen, die Dinge zu erreichen, welche wir uns wünschen. Das bewusste Nutzen oder Auslösen von Gefühlen hilft uns dabei Denkprozesse zu unterstützen, uns zu motivieren und in der Folge Erfolgserlebnisse zu erzielen.
    Hierbei kann sowohl das bewusste Unterbrechen (negativer) impulsiver Reaktionen helfen, als auch das aktive Herbeiführen von positiven Emotionen. (Wie das geht finden Sie bei den Glücksrezepten).

Daniel Goleman hob insbesondere auch die Differenzierung der Fähigkeiten in Bezug auf sich selbst vs. bei anderen Personen hervor.
Man kann sowohl die eigenen Gefühle, als auch die Gefühle von Mitmenschen erkennen und regulieren (Stichwörter Empathie und Soziale Intelligenz).
Ein Beispiel, an dem sich die Regulierung anderer besonders gut darstellen lässt, ist die Regulation kindlicher Emotionen durch die Eltern. Mit der Zeit lernt das Kind dann sich selbst zu regulieren und ist nur noch sekundär auf die Emotionsregulation durch die Eltern angewiesen.

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Während es den Einen leicht fällt, Emotionen zu erkennen, zu beeinflussen und zu nutzen, fällt es Anderen eher schwerer.
In der Forschung rund um Paul Ekman’s Grundemotionen (Facial Action Coding System (FACS) = Verfahren, in welchem verschiedene Gesichtsausdrücke kodiert werden) zeigen die Ergebnisse, dass Freude die Emotion ist, die generell am besten erkannt wird (bei ca. 9 von 10 Fällen). Wohingegen Angst deutlich seltener als richtig erkannt wird (teilweise in nur 6 von 10 Fällen).

Emotionale Intelligenz kann man lernen!

Hierzu gibt es eine Vielzahl an Interventionsmöglichkeiten. Zum Beispiel:

  1. Emotionen wahrnehmen, erkennen und benennen.
    Wie bereits angesprochen, ist Achtsamkeit an dieser Stelle ein sehr zentrales Konzept. Achtsamkeitstraining (z.B. Genussspaziergang) kann hier Wunder wirken. Ebenfalls gibt es einige Übungen aus der bewegungszentrierten Psychotherapie, welche dabei helfen, die Körperwahrnehmung zu schulen.
  2. Emotionen verstehen.
    Hier kann es hilfreich sein, sich typische und grundlegende Zusammenhänge zwischen Gefühlen und Situationen bzw. Reizen zu vergegenwärtigen und Mimik kleinschrittig zu analysieren. Außerdem ist es sinnvoll, bei sich selbst Reaktionsmuster zu erkennen, nach welchen man häufig reagiert. Also die Auslöser und Zusammenhänge zu erkennen, welche z.B. häufig traurig oder wütend machen.fauchen-0exif
  3. Emotionen regulieren.
    In diesen Bereich fallen eine Vielzahl an Strategien, welche aus der Verhaltenstherapie bekannt sind. Beispiele sind z.B. Entspannungstechniken, Visualisierungstechniken (z.B. Vorstellen eines STOP-Schildes, um einen Gedanken oder ein Gefühl anzuhalten), Entwicklung von individuell wirksamen Bewältigungsstrategien, Selbstmitgefühl u.v.m.
    Ein wichtiger Punkt in diesem Bereich ist die Differenzierung in primäre und sekundäre Emotionen.
    Während primäre Emotionen durch angeborene Reiz-Reaktionen entstehen (z.B. Angst nach Schmerzreiz) sind sekundäre Emotionen erlernt bzw. durch Erfahrungen entstanden (z.B. Angst vor Hunden, weil man einmal von einem Hund gebissen wurde). Letztere lassen sich klinisch psychologisch behandeln.
  4. Emotionen gezielt steuern und nutzen.
    Unter diesen Punkt fallen die Glücksrezepte, welche dabei helfen, positive Emotionen entstehen oder wiederaufleben zu lassen oder die guten Gefühle verstärken.

Fazit: Es ist hilfreich, wenn wir – egal ob im Berufs- oder im Privatleben – uns unserer Gefühle bewusst sind, sie verstehen, regulieren und gezielt steuern können. Diese Fähigkeiten der emotionalen Intelligenz führen dazu, dass wir uns wohler fühlen und erfolgreicher sind. Denn genauso wie Gefühle etwas Wunderbares sind und uns menschlich machen, können sie uns auch – wenn sie aus der Bahn geraten – ins (Gefühls-)Chaos stürzen.
Oder um es mit den Worten Rilkes zu sagen:

Alle Gefühle sind rein,
die dir helfen, dich zu sammeln und zu erheben;
unrein ist das Gefühl,
das nur eine Seite deines Wesens ergreift und dich dadurch verzerrt.
Rainer Maria Rilke

Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Salienz: Jeder Tag kann ein Glückstag werden

Salienz ist ein Begriff aus der Psychologie, welcher einen Reiz beschreibt, der besonders ins Auge sticht und somit häufiger bewusst wahrgenommen wird.

Nehmen wir das obige Bild als Beispiel: Der gelbe Regenschirm inmitten der dunklen Umgebung fällt sofort in den Blick. Dabei ist es ganz egal ob gelb oder schwarz Ihre Lieblingsfarbe ist. Das Gelb unterscheidet sich sichtbar von der restlichen Umgebung und fällt somit einfach auf. In diesem Fall spricht man von einer „reizinduzierten Vereinnahmung der Aufmerksamkeit“. Der Reiz ist unabhängig von ihrer Einstellung oder Ihren Zielen salient = auffällig.

Neben diesem durch den Reiz verursachten Fokus gibt es auch noch die selektive Aufmerksamkeit. Auch diese begegnet uns häufig im Alltag. Zwei Beispiele hierfür:

1. Nehmen wir an Sie möchten sich ein Auto kaufen. Sie wissen schon genau welches Modell und welche Farbe. Sie freuen sich darauf und denken regelmäßig daran, dass das Auto bald Ihr täglicher Begleiter sein wird. Seltsamerweise fällt Ihnen seither täglich ständig dieses Auto ins Auge. Vorher war Ihnen gar nicht aufgefallen, dass Ihr Nachbar zwei Hausnummern weiter das gleiche Auto fährt.

2. Sie spielen mit dem Gedanken Kinderwunsch. Regelmäßig kreisen Ihre Gedanken zu diesem Thema. Seit Sie sich mit diesem Thema beschäftigen, kommt es Ihnen so vor, als wäre jede zehnte Frau, die Ihnen begegnet entweder schwanger oder in Begleitung eines kleinen Kindes.

Das lässt sich natürlich mit beliebigen Beispielen fortsetzen. Allen gemeinsam ist, dass Sie aufgrund Ihrer Ziele oder Motivation (unbewusst) Ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf diesen Dingen haben.

Das ganze funktioniert auch ganz besonders gut in Abhängigkeit von unseren Gefühlen.

1. Wenn Sie in schlechter Stimmung sind, Sie gestresst, genervt oder traurig sind – wird Ihr Fokus ein negativer sein.

Wenn wir schlecht gelaunt sind, wird automatisch unser Fokus eingeschränkt, nehmen eine geringere Bandbreite wahr, sind analytischer und kritischer. Das kann hilfreich sein, wenn es darum geht einen Fehler zu finden oder etwas kritisch zu durchleuchten. Wenn das ganze allerdings unbewusst abläuft, werden uns in unserem Alltag und Umgebung insbesondere die negativen Dinge ins Auge stechen.

Ein Beispiel: Um Sie herum sind lauter gut gelaunte KollegInnen – nur einer ist schlecht gelaunt. Während Ihnen erstere gar nicht auffallen, sehen Sie den schlecht gelaunten sofort. Häufig erfolgen dann auch noch so genannte Generalisierungsprozesse. Das bedeutet, dass wir häufig (im Negativen) verallgemeinern: z.B: „Heute sind ja mal wieder alle schlecht gelaunt.“

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2. Wenn Sie in guter Stimmung sind, freudig, überrascht, neugierig, begeistert, offen für Neues – wird Ihr Fokus ein positiver sein.

Wenn wir gut gelaunt sind, wir unser Fokus und unsere Wahrnehmung automatisch breiter. Wir denken ganzheitlicher, sind toleranter und erkennen viel mehr Chancen und Möglichkeiten in unserer Umgebung. Hierbei gelten die gleichen Prinzipien wie vorhin bei der negativen Stimmung. Nur, dass sie uns in diesem Fall zu Gute kommen.

Ein Beispiel: Um Sie herum sind einige schlecht gelaunte Kollegen – nur einer ist gut gelaunt. Dieser fällt Ihnen sofort in den Blick. Sie setzen sich neben den gut gelaunten Kollegen und unterhalten sich mit ihm.
Sind Sie guter Laune lassen Sie sich viel weniger leicht von anderen mit herunterziehen. Außerdem finden positive Generalisierungsprozesse statt. Sie nehmen Ihre Umgebung viel positiver wahr und sind zufriedener mit dem was war: z.B. „Der Chef war heute gar nicht so schlecht gelaunt wie sonst. Außerdem hatte ich heute ein echt nettes Gespräch mit meiner Kollegin.“

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Dieses Wissen können wir nutzen!

Es geht nicht darum, sich nie schlecht fühlen zu dürfen. Es geht darum sich der Prozesse bewusst zu werden, die in Gang kommen, wenn wir uns gut oder schlecht fühlen. Denn sobald sie uns bewusst werden, lassen sie sich auch viel besser steuern.

Es geht darum, welchen Fokus wir setzen.
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Geht es z.B. darum die Steuererklärung zu machen, sind viele Personen im Vorhinein schon nicht gerade enthusiastisch. Das kann hilfreich sein! Denn dann denken Sie analytischer, fokussierter und machen durch den eingeschränkten Fokus weniger Fehler.

Häufig ist es allerdings so, dass die negativen Gedanken und Gefühle unbewusst ablaufen. So kommt ein Teufelskreis in Gang, welcher negative Generalisierungsprozesse begünstigt. Es bleibt also nicht beim Strafzettel heute früh, sondern wird ausgeweitet in eine generelle negative Grundstimmung, mit einem Fokus auf alle negativen Dinge, die im Lauf des Tages passiert sind. Das Blöde (oder Geniale) daran ist, dass sich tatsächlich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass weitere negative Dinge passieren, wenn wir uns eh schon schlecht fühlen.

Und das ist die Chance zum Glücklichsein!

Denn es gibt eben nicht nur die Abwärtsspirale, sondern auch die Aufwärtsspirale.
Das bedeutet, dass wenn wir uns gut fühlen die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass uns auch positive Dinge widerfahren.

Was heißt das konkret?

Fall 1: Sie sind gut gelaunt.
Perfekt! Es kann noch besser werden! Nutzen Sie diese Stimmung, um Kontakte zu knüpfen, wichtige Gespräche zu führen, Dinge anzupacken, für die bisher die Motivation gefehlt hat, oder einfach um zu genießen, wie Sie sich aktuell fühlen.

Fall 2: Sie haben neutrale Stimmung, sind weder gut noch schlecht gelaunt.
Verändern Sie den Fokus. Überlegen Sie, was bisher dazu geführt hat, dass Sie sich gut fühlen. Gönnen Sie sich etwas! Bei neutraler Stimmung kann häufig schon ein kurzes Telefonat mit der Freundin, ein leckeres Mittagessen oder ein bewusstes Genießen der Sonnenstrahlen den gewissen Unterschied machen.

Fall 3: Sie sind schlecht gelaunt.
Dabei ist wichtig zu unterscheiden, was der Grund hierfür ist. Wenn Sie sich seit Tagen durchgängig bedrückt und traurig fühlen, vielleicht nicht wissen warum das so ist, oder aber es sehr genau wissen, da etwas Schlimmes passiert ist – dann kann professionelle Unterstützung notwendig sein.

Manchmal ist es jedoch einfach so, dass eine Kleinigkeit schief gelaufen ist, und wir kommen aus der Negativspirale einfach nicht mehr heraus.
Z.B. „In der Früh ist die Milch übergelaufen – na das fängt ja schon gut an! Ich bin sowieso heute mit dem falschen Fuß aufgestanden, das konnte ja heute nichts werden…“
Bereits nach einem banalen Fauxpas können negative Generalisierungsprozesse ins Laufen kommen.

Der erste Schritt ist – diese zu erkennen.
Der zweite Schritt ist – eine Änderungsmotivation aufzubauen mit dem Ziel sich besser zu fühlen.
Der dritte Schritt ist – einmal auf Metaposition zu gehen und sich und die Sachlage von außen zu betrachten und objektiv einzuschätzen. Hierbei ist es hilfreich das negative Ereignis auf einer Skala von 1 bis 10 (1 = harmlos, 10 = die absolute Katastrophe) einzuschätzen. Die übergelaufene Milch wäre z.B. vermutlich bei den meisten nur eine 1 oder eine 2.
Der vierte Schritt ist – das Erlebnis zu relativieren. Dieser Schritt ist die logische Konsequenz von Schritt drei. Wenn wir erkennen, dass das Erlebnis eigentlich gar nicht so dramatisch war – verliert es automatisch an Salienz! Dadurch werden die negativen Generalisierungsprozesse gestoppt.
Der fünfte Schritt ist – der gleiche wie im Fall der neutralen Stimmung: Den Fokus verändern, sich zeitweise ablenken und sich etwas Gutes gönnen.

Ein letzter kleiner Tipp:
Bereits das Auseinandersetzen mit etwas Positivem führt dazu, dass Ihre Stimmung deutlich besser wird.

Alles Gute!

Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Weil wir ohne sie nicht leben können

Gemeint ist nicht (nur) unser gelegentliches Bedürfnis nach Süßem, sondern unsere Grundbedürfnisse im Allgemeinen. Sind Sie sich Ihren psychischen Grundbedürfnissen genauso bewusst wie den körperlichen? Wenn nicht, sollte der folgende Artikel für Sie interessant sein. Denn – soviel sei verraten – die Erfüllung unserer psychologischen Grundbedürfnisse ist ein Schlüssel für Glück und Gesundheit.

Maslow entwickelte bereits Mitte des 20. Jahrhunderts  die sogenannte Bedürfnishierarchie. Diese bringt verschiedene menschliche Bedürfnisse je nach Dringlichkeit in eine bestimmte Reihe.

An der Basis stehen unsere körperlichen Grundbedürfnisse. Diese kennen wir nur allzu gut: Atmen, Wärme, Trinken, Essen und Schlaf.
Stockt uns der Atmen, schnappen wir nach einiger Zeit automatisch nach Luft, vergessen wir zu Essen knurrt uns der Magen und wenn wir unter Schlafentzug stehen, schlafen wir irgendwann im Stehen ein. Unser Körper ist auf diese Dinge angewiesen, um überleben zu können.1024px-einfache_beduerfnishierarchie_nach_maslow-svg-0exif

Sind diese Dinge erfüllt, gewinnen die Bedürfnisse nach Sicherheit an Bedeutung. Das Bedürfnis nach einer Unterkunft (einem sicheren Ort), dem Schutz vor Gefahren, Gesundheit und Ordnung (Vorhersehbarkeit). Das Fehlen dieser quittieren wir mit einem enormen Verlust an Wohlbefinden.

Wenn wir uns (zumindest weitestgehend) sicher fühlen, rückt der Wunsch nach Beziehungen, anderen Menschen, Freunden, Liebe, Sexualität, Fürsorge und Kommunikation in den Vordergrund.

Ein weiteres Bedürfnis ist unser Wunsch nach Selbstachtung und die Achtung durch andere. Das umfasst Dinge wie Kompetenz, Erfolg und Unabhängigkeit, welche wir selbst realisieren können und Anerkennung, Wertschätzung und Wichtigkeit, welche uns andere Menschen geben können.

An letzter Stelle steht die Selbstverwirklichung, also das Bedürfnis die eigenen Stärken zu leben, sein individuelles Potenzial voll auszuschöpfen und etwas aus seinem Leben zu machen. Wir alle möchten Aufblühen.

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Die letzten beiden Stufen des Modells haben eine große Schnittstelle mit der Positiven Psychologie. Denn genau das sind ihre Kernfragen:

  • Wie kann ich meine individuellen Stärken nutzen und mich entfalten?
  • Was macht mich glücklich?
  • Was hilft mir dabei mich weiterzuentwickeln?
  • Wann wertschätzen mich andere Menschen?
  • Was macht mich erfolgreich und kompetent?

Deci und Ryan entwickelten ca. 25 Jahre später die Selbstbestimmungstheorie, welche drei psychologische Grundbedürfnisse beschreibt, die essentiell für unsere psychische Gesundheit sind:

  • Kompetenz
  • Autonomie
  • Bezogenheit

So wie Essen und Trinken überlebensnotwendig für unseren Körper sind, sind es Kompetenz, Autonomie und Beziehungen für unsere Psyche.

Wir alle brauchen:

  • Kompetenz: Wir alle möchten uns in zumindest einem Bereich kompetent fühlen von dem wir wissen: „Das kann ich wirklich gut“ oder „Das liegt mir und macht mir Freude“. In diesen Bereich fallen unsere persönlichen Stärken, die Dinge, die wir auch ohne Bezahlung weitermachen würden, einfach weil wir sie gerne ausüben.
  • Autonomie: Das Gefühl von Freiwilligkeit ist die absolute Grundlage für ehrliche und aus einem selbst kommende Motivation.
  • Beziehungen: Wie Maslow betonen auch Deci und Ryan die Bedeutsamkeit von Beziehungen, gegenseitiger Bezogenheit und sozialer Eingebundenheit. Wenn wir (längerfristig) isoliert von anderen Menschen sind, geht es uns alles andere als gut.

Die Erfüllung unserer psychologischen Grundbedürfnisse ist der Schlüssel für eine gute Gesundheit und mehr Wohlbefinden.

Genau an dieser Stelle setzt die Positive Psychologie mit ihren Interventionen an.

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Mark Twain
Ihre,
Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Körper und Psyche

Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden. Das ist nicht nur die Hauptaussage der Psychosomatik, sondern auch der Psychoneuroimmunologie (PNI).

Die PNI ist ein Forschungszweig der Psychologie, der sich mit der wechselseitigen Beeinflussung von Nerven-, Hormon-, Immunsystem, Psyche und sozialem Umfeld auseinandersetzt. Die PNI bietet eine Vielzahl an Belegen dafür, dass unsere körperliche wie geistige Gesundheit starken gegenseitigen Einfluss hat. So hat die Forschung z.B. gezeigt, dass unser Immunsystem nicht nur aufgrund von Bakterien oder Viren aktiviert wird, sondern genauso auch bei akutem psychischen Stress oder chronischer Belastung (z.B. Stress in der Arbeit, Familie oder aufgrund von Erkrankungen). Umso größer die Belastung, desto stärker ist auch die Reaktion unseres Körpers. Stress wirkt wie ein Neurotransmitter und führt zu einem Anstieg an Entzündungsmarkern.

Lässt sich daraus ableiten, dass ein stabiles Immunsystem ein biologischer Marker von Wohlbefinden ist?

Tatsächlich gibt es vielfach Studien dazu, welche positive Emotionen und Lebenszufriedenheit als Schutzfaktoren für Erkrankungen und vorzeitigen Tod identifizierten. Das Immunsystem spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle.

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Auch die Forschung im Bereich der Psychosomatik konnte vielfach bestätigen, dass sich psychische Probleme häufig in Form von körperlichen Beschwerden äußern.

Ein häufiges Beispiel hierfür ist z.B. ein Bluthochdruck, welcher durch chronischen Stress entsteht. Ein ganz nachvollziehbares Resultat, basierend auf der physiologischen Reaktion des Körpers, ausgelöst durch den Stress.

Ein anderes Beispiel, welches den Zusammenhang verdeutlicht, sind Kopfschmerzen, die aufgrund von hoher Anspannung (psychisch wie muskulär) entstehen.

Oder Rückenschmerzen, welche häufig das Resultat eines sitzenden Lebensstils sind, aber auch häufig mit großen Bürden einhergehen, welche man sich aufgeladen hat (Stichwort: Burnout).

In meiner Arbeit an der Psychosomatischen Ambulanz an der Klinik habe ich aber eine noch viel größere Vielzahl an psychosomatischen Zusammenhängen kennengelernt. Tinnitus, Schmerzen in allen nur erdenklichen Körperteilen, Schweißausbrüche, erhöhte Körpertemperatur, Allergien, Migräne, Gewichtsprobleme, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme sind nur einige davon.

Wer kennt es nicht?

  • Etwas geht uns an die Nieren.
  • Es verschlägt einem die Sprache.
  • Etwas geht unter die Haut.
  • Etwas liegt wie ein Stein im Magen.
  • Etwas lastet uns auf dem Herzen.
  • Wir haben einen Kloß im Hals.

Die häufigste erste Reaktion bei der Diagnose einer körperlichen Symptomatik ohne erkennbaren medizinischen Grund, führt häufig zu Unverständnis, Wut und der Befürchtung, dass die Ärzte einem nicht glauben könnten.
Die Ängste sind nachvollziehbar – jedoch unbegründet.
Nur weil eine körperliche Symptomatik nicht in einer herkömmlichen körperlichen Diagnose begründet liegt, heißt das nicht, dass die Symptomatik nicht real ist. Oder anders formuliert:

Psychosomatische Beschwerden führen zu den gleichen Schmerzen bzw. Symptomen, als das bei einer rein körperlichen Krankheit der Fall wäre.

Heißt: Wenn eine Person z.B. an Kopfweh leidet, weil Sie einen Mineralstoffmangel hat oder weil sie vor Stress angespannt und verkrampft ist, macht im Prinzip keinerlei Unterschied. Die Symptomatik kann sich genau gleich an fühlen, der Schmerz ist gleich real und gleich belastend.

Der einzige Unterschied liegt in der Behandlung. Während beim Mineralstoffmangel tatsächlich nur die Zuführung des Minerals helfen wird, ist die Stresssymptomatik um einiges komplexer. Häufig sind die Stressmuster im Leben bereits schon so tief verankert, dass es nicht mit einer einfachen Kopfschmerztablette getan ist.

Wenn Sie regelmäßig an körperlichen Beschwerden unklarer Entstehung leiden, stellen Sie sich wenn Sie möchten einmal folgende Fragen:

  • Wann sind die Symptome das erste Mal aufgetreten (bzw. deutlich häufiger oder intensiver geworden)?
  • Wie war Ihr Leben vor dem regelmäßigen Auftreten der Symptome…
  • … und wie ist es Jetzt?

Häufig ist es so, dass das Leben heute um einiges stressiger ist und viele Menschen weniger zufrieden sind, als vor dem regelmäßigen Auftreten der Symptome. Vielleicht haben letztere bereits viel Platz im Leben eingenommen und sorgen somit regelmäßig für negative Gefühle.

In diesem Fall lässt sich etwas tun!
Die Positive Psychologie bietet nachweisbar hilfreiche Strategien und Methoden, welche gerade bei psychosomatischen Beschwerden gute Dienste leisten können.
Ein Beispiel ist z.B. die Well-being Therapy, welche einen großen Beitrag zu mehr Wohlbefinden leisten kann.

Denn es gibt auch positive Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche:

  • Unser Herz schlägt Purzelbäume.
  • Das Herz geht uns über.
  • Ein Stein fällt uns vom Herzen.
  • Wir schnappen nach Luft vor Freude.
  • In unserem Bauch tanzen Schmetterlinge.

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Herzlichst Ihre,

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck

Achtsam wahrnehmen: Der Genussspaziergang

Geht es Ihnen auch gelegentlich so, dass Sie sich ertappen, wie Sie einen Weg entlang gegangen sind und sich an keinerlei Details mehr erinnern können? Sie waren so in Gedanken versunken, in etwas vertieft oder abgelenkt, dass Sie im Autopilot funktionierten.

Wenn wir Ziele erreichen möchten, hilft es uns fokussiert zu sein, die Umgebung auszublenden und nur das Wesentliche wahrzunehmen. Leider kann das schnell zur Gewohnheit werden, was dazu führt, dass wir nicht mehr aus dem Autopilot aussteigen können und damit einige glücksfördernde Momente verpassen.

Ein Gegensatz zum Autopiloten ist die fokussierte Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt: Die so genannte Achtsamkeit. Achtsamkeit ist das bewusste Wahrnehmen und Beobachten aus einer wohlwollenden, akzeptierenden, unvoreingenommenen und offenen Haltung heraus. Die Haltung ist dabei weder urteilend noch wertend.

Das Schöne an der Achtsamkeit ist, dass wir wieder Details wahrnehmen, ganz im Hier und Jetzt ankommen können und uns in der Folge wohl fühlen und genießen können.

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Die Positive Psychologie bietet hierfür eine Übung, welche uns hilft wieder aus dem Autopiloten auszusteigen:

Der Genussspaziergang

Nehmen Sie sich ca. 20-30 Minuten Zeit für einen Spaziergang, bei dem Sie achtsam und bewusst die schönen Details in der Umgebung wahrnehmen.

Wenn Ihnen das anfangs noch zu anstrengend ist, Ihre Aufmerksamkeit so lange auf die Umgebung zu konzentrieren, fangen Sie mit weniger Minuten an. Wenn Sie merken, dass Ihre Gedanken abgeschweift sind, bringen Sie sich ohne sich Vorwürfe oder dergleichen zu machen, wieder liebevoll zurück und nehmen Sie einfach wahr: Das Gänseblümchen, dass sich einen Weg durch den Asphalt gebahnt hat, der strahlend blaue Himmel oder die vielfältigen Wolkengebilde am Himmel, die herbstlich gefärbten Blätter, der gefrorene See, der reißende Fluss, die Gebäude in der Altstadt, eine schöne Blume am Balkon eines Neubaus…

Öffnen Sie Ihren Blick für Details und genießen Sie!

Als sinnvolle Ergänzung nehmen Sie sich im Anschluss an den Spaziergang einige Minuten Zeit, um sich die Wahrnehmungen und dabei entstandenen Gefühle und Gedanken zu notieren. Das verstärkt den erholsamen Effekt.

Wie schon Goethe sagte:

Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend.

Johann Wolfgang von Goethe

Im Moment leben, die schönen Details um uns herum wahrnehmen, genießen, atmen und zu sein… ist erholsam, entspannend und kann ein Stückchen Glück bedeuten.

Psychologe Innsbruck
Psychologin in Innsbruck